Rosenleben


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Rosengedichte

Die Königin


Niemals stirbt, wer diese Rose sah, die schönste auf Erden.

Hans Christian Andersen



Der Rosenelf
Inmitten eines Gartens wuchs ein Rosenstrauch,
der war ganz voller Rosen,
und in einer davon, der schönsten von allen,
wohnte ein Elf; er war so winzig klein,
dass kein menschliches Auge ihn sehen konnte,
hinter jedem Blatt in der Rose
hatte er so wohlgestalt und hübsch,
wie ein Kind nur sein konnte,
und hatte Flügel an den Schultern,
hinab bis zu den Füßen.
Oh, es war ein Duft in seinen Zimmern,
und wie hell und schön waren die Wände!
Sie waren ja die feinen hellrosa Rosenblätter.
Hans Christian Andersen



Die Rose hab ich mit ins Bett genommen.
Was soll sie im Glas langsam welken -
überall sollt man ein Heiligtum der Natur mit herumtragen,
das frei macht vom Bösen,
wer kann in Gegenwart einer Rose nicht mit edlen Gedanken gefüllt sein.
Ich hab`s lieb, das Röschen, mit dem ich geschlafen hab, -
es war matt, nun hab ich`s ins Wasser gestellt, es erholt sich.
Bettina von Arnim



Die Rose und ich
duzen einander
Aus zorniger Gewohnheit
blühendem welkendem Einverständnis
Rose Ausländer



Im Gewitter der Rosen
Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen,
ist die Nacht von Dornen erhellt,
und der Donner des Laubs,
das so leise war in den Büschen,
folgt uns jetzt auf dem Fuß.
Ingeborg Bachmann



Wo immer gelöscht wird, was die Rosen entzünden,
schwemmt Regen uns in den Fluss. O fernere Nacht!
Doch ein Blatt, das uns traf, treibt auf den Wellen
bis zur Mündung uns nach.
Ingeborg Bachmann



Rosenhag
Es blühen dir Rosen jeglichen Tag
in einem verschwiegenen Rosenhag
- und du weißt nichts davon.

Von Blut darin ein Brunnen springt,
und Blut die Blätter der Rosen durchdringt
- und du weißt nichts davon.

Und weil ich sie dir nicht schneiden mag,
verwelken dir Rosen jeglichen Tag
- und du weißt nichts davon.

So blühen sie auf, so gehen sie hin;
und ist in allen mein Herzblut darin
- und du weißt nichts davon.

Nur manches Mal, da brech ich dir
eine rote Rose von meinem Spalier
als ein Lied, das nicht welken mag.
Rudolf G. Binding



Ach, wie sollen wir die kleine Rose buchen?
Plötzlich dunkelrot und jung und nah?
Ach, wir kamen nicht, sie zu besuchen.
Aber als wir kamen, war sie da.

Eh sie dar war, ward sie nicht erwartet.
Als sie dar war, ward sie kaum geglaubt.
Ach, zum Ziele kam, was nie gestartet.
Aber war es so nicht überhaupt?
Bertolt Brecht



Sieben Rosen hat der Strauch
Sechs gehörn dem Wind
Aber eine bleibt, dass auch
Ich noch eine find.

Sieben Male ruf ich dich
Sechsmal bleibe fort
Doch beim siebten Mal, versprich
Komme auf ein Wort.
Bertolt Brecht



Die Rose blüht, und lacht vor andern Rosen,
mit solcher Huld, und Liebesmildigkeit,
dass gern mein Sinn sich zu der Pflicht erbeut,
mit andern Blumen nie mehr zu liebkosen,
weil alle Liebe, die erglüht,
aus dir, du Rose blüht.
Clemens Brentano



Die Rose sprach zum Mägdelein:
Ich muss dir ewig dankbar sein,
dass du mich an den Busen drückst
und mich mit deiner Huld beglückst.
Das Mägdlein sprach: O, Röslein mein,
bild dir nur nicht zuviel drauf ein,
dass du mir Aug und Herz entzückst.
Ich liebe dich, weil du mich schmückst.
Wilhelm Busch



Es haben meine wilden Rosen - erschauernd vor dem Hauch der Nacht -
die windeleichten, dichten, losen Blüten behutsam zugemacht.
Doch sind sie so voll Licht gesogen, dass es wie Schleier sie umweht,
und dass die Nacht in scheuem Bogen am Rosenbusch vorübergeht.
Hermann Claudius



Ich träume oft von einer bleichen Rose.
Hell ragt ein Berg; sie blüht in seinem Schatten,
zum fernen Licht aufschmachtend mit dem matten
Traumblumenblick aus ihrem dunklen Loose.
Dann bangt sie mich; tief stockt mein Schritt im Moose.
Doch weiter muss ich, muss das Ziel erreichen,
den Gipfel mit den immergrünen Eichen;
So steh ich schwankend zwischen Berg und Rose.
Denn wie sich auch mein Fuß bemüht zu kämpfen,
ich kann die süße Sehnsucht nicht mehr dämpfen,
aus ihrem Kelch den edlen Duft zu schlürfen.
Da - Flügel - frei! - und an der Brust die Blume!
Schon naht der Hain mit seinem Heiligtume,
wo auch die Rosen immer grünen dürfen.
Richard Dehmel



Die Rosen von Saadi
Ich habe diese Früh dir Rosen bringen wollen;
Mein Gürtel hat zu viele Rosen tragen sollen,
die Knoten hielten nicht die Last, die sie umschlungen.

Die Knoten rissen. Und die Rosen, windgezogen,
und alle Rosen dem Meere zugeflogen
und schon auf Nimmerwiedersehen hineingesprungen.

Und rot wie entflammt von ihnen schien das Meer,
und mein Gewand ist noch von ihren Düften schwer.
Atme von mir den Balsam der Erinnerungen!
Marceline Desbordes-Valmore



Rosen sind endlich gekommen. O wonniges Wesen des Frühlings!
Dornen nur ließ uns der Stock am ersten Tage erblicken,
Knospen am zweiten sodann, prallfest geschwellt in den Formen;
Kelche schon warens am dritten, und voll erschloss sie der vierte.
Heute welken sie hin, wenn wir nicht in der Frühe sie pflücken.
Publius Annius Florus



"Hier hilft nun weiter kein Bemühn!
Sind Rosen, und sie werden blühen".
Johann Wolfgang von Goethe



Als Allerschönste bist du anerkannt,
bist Königin des Blumenreichs genannt;
Unwidersprechlich allgemeines Zeugnis,
Streitsucht verbannend, wundersam Ereignis!
Du bist es also, bist kein bloßer Schein,
in dir trifft Schauen und Glauben überein;
Doch Forschung strebt und ringt, ermüdend nie,
nach dem Gesetz, dem Grund Warum und Wie.
Johann Wolfgang von Goethe



Ihr verblühet, süße Rosen,
meine Liebe trug euch nicht;
Blühtet, ach, dem Hoffnungslosen,
dem der Gram die Seele bricht!
Jener Tage denk' ich trauernd,
als ich, Engel, an dir hing,
auf das erste Knöspchen lauernd
früh zu meinem Garten ging.
Johann Wolfgang von Goethe



Rosen, ihr blendenden,
Balsam versendenden!
Flatternde, schwebende,
Heimlich belebende,
Zweiglein beflügelte,
Knospen entsiegelte,
Eilet zu blühn.
Johann Wolfgang von Goethe



Nun weiß man erst, was Rosenknospe sei,
jetzt, da die Rosenzeit vorbei:
ein Spätling noch am Stocke glänzt
und ganz allein die Blumenwelt ergänzt.
Johann Wolfgang von Goethe



Die Siebente Rose

Die erste Rose ist aus Granit
Die zweite Rose ist aus Rotwein
Die dritte Rose ist aus Lerchenfedern
Die vierten Rose ist aus Rost
Die fünfte Rose ist aus Sehnsucht
Die sechste Rosen ist aus Zinn
Aber die siebente
Die gläubige
Die nächtliche
Die schwesterliche
Wird erst nach deinem Tod
Aus deinem Sarge wachsen
Yvan Goll



Ich sah des Sommers letzte Rose stehn:
sie war, als ob sie bluten könne, rot.
Da sprach ich schaudernd in Vorübergehn:
so weit im Leben ist zu nah am Tod!

Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
nur leise strich ein weißer Schmetterling;
Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag bewegte,
sie empfand es und verging.
Friedrich Hebbel



Welkende Rosen
Möchten viele Seelen dies verstehen,
Möchten viele Liebende es lernen:
So melodisch flüsternd zu verhallen,
So im Taumel auseinander wehen,
So in rosiges Blätterspiel zerfallen,
Lächelnd sich von Liebesmahl entfernen,
So den eigenen Tod als Fest begehen,
So gelöst dem Leiblichen entsinken
Und in einem Kuss den Tod zu trinken.
Hermann Hesse



Der Duft der Rose nimmt dich in einen süßen Bann,
rührt dich liebkosend leise,
wie eine Liederweise,
mit Ahnung voller Schönheit an.
Hermann Hesse



An die Rose
Ewig trägt im Mutterschoße,
süße Königin der Flur,
dich und mich die stille, große
allbelebende Natur.

Röschen! unser Schmuck veraltet,
Sturm entblättert dich und mich;
Doch der ew'ge Keim entfaltet
bald zu neuer Blüte sich.
Friedrich Hölderlin



Bitter klagte nachts die Frühlingswolke:
"Leben ist ein ewges Weinen nur!"
Zuckte auf der rasche Blitz und sagte:
"Nein, du irrst: nur eines Lachens Spur!"
Wer hat das dem Rosenhag berichtet?
Tau und Rose sprachen's auf der Flur!
Muhammed Ikbal



Wär eine Rose ich, dunkelrot angeglüht,
für ihre schneeige Brust pflückte mich ihre Hand.

Wäre ein Windhauch ich, reichtest du hüllenlos,
wandernd im Sonnenschein, mir deine heiße Brust.
Kallistratos



ErwachenSage ich zum erstenmal: Rose?
Ich nannte früher unrechte Namen.
Die Minuten, die meine Finger umschließen,
Haben kein Gewicht.
Wenn ich es spüre, wird es wieder zu spät sein.
Doch jetzt hat der Tag noch eben aufgeschlagene Augen.
Die Nacht zog sich hinter der Lider zurück.
Karl Krolow



Die Rose
Begreift ihr nun? Mein Ursprung ist der Hauch.
Ein Hauch ist nichts. Und der Name auch.

Erfühlt es tief. Mein Ende ist der Duft.
Sehr sanft entlässt ihn meines Namens Gruft.

Die Gruft ist leer. O neu gehauchtes Glück:
Die Welt strömt ein. Ich atme sie zurück.
Elisabeth Langgässer



Gefüllte Rose! Grab und Grund
von Staubgefäß und Same
du bist des Wortes schöner Mund,
woraus die Vielfalt wurde, und
wo sie verhaucht als Name.
Elisabeth Langgässer



Motiv der Rose
Ich sehe dich in Seide und Perlmutt
und so zitternd von Tau,
dass ich alle Schönheit in Tränen
vergänglich zu sehen glaube,
weil sie schön ist und zerbrechlich.

Meine Augen schenke ich dir:
als Spiegel für das Gesicht,
das du in meinem Verse empfängst,
damit, wenn du nicht mehr bist,
dich niemand mehr vergisst.

Dann, aus Seide und Perlmutt
und ganz zitternd von Tau,
wirst du ewig sein. Und vergänglich
mein Gesicht in den Tränen
dieses Taus ... Und zerbrechlich
Cecillia Meiseles



Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten stehn -
Oh, wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben gehen.

Du brichst hinein mit rauen Sinnen,
als wie ein Wind in einen Wald -
und wie ein Duft wehst du von hinnen,
dir selbst verwandelte Gestalt.

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten stehn -
Oh, wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben gehen.
Christian Morgenstern



Zu einer Rosenschere
Auch eine Rose bedarf noch der Hand des kundigen Gärtners,
dass nicht zu stolz sich erhebe über den Gräsern ihr Haupt.
Denn nicht im fühllosen Holze birgt sich ihr anmutig Wesen.
Öffnet zum Kreuz sich die Schere und küsst die Wunde beim Schnitt,
blüht sie in Schönheit. - Zum Abend bring eine Rose mir mit.
Eugenie Mossdorf



Rose, du thronende, denen im Altertume
Warst du ein Kelch mit einfachem Rand.
Uns aber bist du die volle zahllose Blume,
Der unerschöpfliche Gegenstand.

In deinem Reichtum scheinst du wie Kleidung um Kleidung
Um einen Leib aus nichts als Glanz;
Aber dein einzelnes Blatt ist zugleich die Vermeidung
Und die Verleugnung jedes Gewands.

Seit Jahrhunderten ruft uns dein Duft
Seine süßesten Namen herüber;
Plötzlich liegt er wie Ruhm in der Luft.

Dennoch, wir wissen ihn nicht zu nennen, wir raten ...
Und Erinnerung geht zu ihm über,
Die wir von rufbaren stunden erbaten.
Rainer Maria Rilke



Die Rose
Dunkelrote Rose,
Blattverschlossner Mund,
Erst im Sterben tust du
Dein Geheimstes kund.

Aus dem Blätterrieseln
Formt ein Wort sich leis:
Holdes Sich-Verschwenden
Gilt des Lebens Preis!
Max Rieple



Die Rose
Wie man an ihrem Zweig im Monat Mai die Rose
in ihrer Jugend sieht, in ihrer ersten Pracht,
wie sie mit ihrer Glut den Himmel neidisch macht,
der morgens sie besprengt, der weinend-wolkenlose.

Die Anmut ruht sich aus, die Lieb' auf ihrem Blatte,
erfüllend Busch und Baum mit ihrem süßen Hauch;
doch martert Regen sie, quält Hitze ihren Strauch,
so löst sie sich vom Stiel und Stirbt, die todesmatte.

So hat im ersten Glanz, in deiner schönsten Zeit,
als Erd' und Himmel dich geziert mit ihrem Kleid,
die Parze dich gefällt zu frühem Aschenlose.

Nimm meine Träne denn zum Schmuck dir in die Gruft,
den Krug hier voller Milch, den Korb voll Blumenduft,
dass tot wie lebend du nur Rose seist, nur Rose.
Pierre de Ronsard



Die Welt umfasset nicht das Bild der Rose,
die Phantasie umfasset nicht die Rose.
Vom Seelengarten Botin ist die Rose,
und Inbegriff der Schönheit ist die Rose.
Dschelaleddin Rumi



Gedanke nicht noch Welt begreifen Rose.
Sie kommt als Botin aus dem Garten Seele,
des schönen Sinn und Spiegel ist die Rose.
Von neuen Kräften wird der Geist durchdrungen,
so oft er schlürft die Süßigkeit der Rose.
Wie einst durch Abrams Einhauch Vogel-Leben,
erwacht durch Frühlingshauch das Herz der Rose.
O schließe dir den Mund mit Rosenknospen
und lerne schweigend lächeln wie die Rose.
Dschelaleddin Rumi



Lieber Gott, die Linden blühn!
Lieber Gott, was hab' ich getan,
dass ich in Mauern wohnen muss?
Draußen im Land deine Bäume sind grün,
hier hängt alles voll Ruß.

Ich kaufte mir eine Rose um Geld -
Rosen sind besser als Brot.
Ich habe sie neben mein Kissen gestellt,
sie blüht und duftet sich tot.

Lieber Gott, in mein Zimmer
Scheint jetzt der Mond -
ach, warum hab' ich immer,
immer in Städten gewohnt?
Ina Seidel



Was west und schön ist, du erhoffst ein Mehr
von ihm: die Rose Schönheit soll nicht sterben.
Und gibt sie, die gezeitigte, die Krone her,
so wahre, was sie war, ihr zarte Erbe.

Doch du, ins eigne Auge eingeengt,
verbrauchst dich selbst, dass deine Flamme loht,
du darbst und hungerst, überreich beschenkt,
und bist, der dich am grausamsten bedroht.

Kein Schmuck wie du, den sich ein Jahr je gab;
kein solcher Herold seiner Farbenfreuden;
doch du: die eigne Knospe ist dein Grab,
ein einzig Knausern bist du im Vergeuden.

Denk an die Welt und war ihr Erbteil ist,
du, der du nicht sattgräbst und es frisst.
William Shakespeares



O wie viel schöner strahlt die Schönheit doch,
Wenn Treu sich zum höchsten Schmuck erhebt.
Schön ist die Rose, schöner scheint sie noch
Durch jenen süßen Duft, der in ihr lebt.
Wildrosen haben gleicher Farben Glut,
die gleichen Dornen wie die duft'gen Rosen,
sie spielen mit dem gleichen Übermut,
wenn Winde sie enthüllen und umkosen.
Doch ihre Tugend ist nur ihr Gesicht,
sie leben ungeliebt, verblühn am Strauch
und sterben zwecklos - das tun Rosen nicht,
Aus ihrem süßen Tod strömt süßer Hauch.
So, schöner Liebling, wenn die Jugend flieht,
strömt deiner Treue Duft aus meinem Lied.
William Shakespeare



Rosen
In eine Stadt kam ich einmal.
Ich sah ihr Schloss aus Rosen rot,
und ihres Fürsten Krone, Thron,
und Hag und Mauer Rosen rot.

Mit Rosen geht Kauf und Verkauf,
aus Rosen stellt man Waagen auf,
wiegt Rose dort mit Rose auf -
der ganze Markt ist Rosen rot.

Ihr Staub ist Rose, Ros' ihr Stein,
ihr Feuchtes, Trocknes Rosenschein,
Zypressen sind in ihrem Hain
und Tannen auch als Rosen rot.

Aus Rosen drehn sich Mühlen dort,
sie mahlen Rosen fort und fort,
ihr Rad, ihr Wasser und ihr Port,
ihr Damm, ihr Quell sind Rosen rot.

Aus Rosen aufgebaut ein Zelt,
drin alle Gnaden jener Welt.
Ilyas Hizir die Wache hält,
Sein Haus, sein Wein sind Rosen rot.

Ümmi Sinan, sag allerwärts:
Des Sprossers und der Rose Schmerz -
es sind ja für dein armes Herz
auch Seufzer, Klagen Rosen rot.
Ümmi Sinan



Die Kultur begann mit einer Rose.
Eine Rose ist eine Rose
ist eine Rose
ist eine Rose
Gertrude Stein



Die Rose
Die Rose, man sagt Ihr nach, Sie blühet auf,
wenn der sonnen strahlen Sie erreichen.
Es öffnet sich Ihr Blätterdach,
und lässt des menschens Herz erweichen.
Sie zeigt uns, Ihre wunderbare Pracht,
drum bleibet hier und schauet nur,
wie Sie gedeiht und Freude macht.
Auf das Sie ewig weiter lebe!
Viper



Wollt Gott, ich fänd im Garten
drei Rosen auf einem Zweig.
Ich wollte auf sie warten,
ein Zeichen wär mirs gleich.
Das Morgenrot ist weit,
es streut schon seine Rosen:
Ade, meine schöne Maid.
Aus dem Heidelberger Liederblatt



Dunkle Rose, tiefe Glut,
Samtverhüllte Liebestaube,
Gurrend weiches Federwölkchen,
Hütest noch die Traumgestalten.
Lass mit allen Schleiern fallen
Alles Zögern, alle Schranken,
Bis Vergehen dich umhüllt
Schmerzgelöst im Aufbegehren.
Kurdisches Volkslied



"Nun weiß man erst,
was Rosenknospe sei,
jetzt, da die Rosenzeit vorbei.
Ein Spätling noch am Stocke glänzt,
die Blumenwelt ergänzt".
unbekannt



"Ärgere dich nicht darüber, dass der Rosenstrauch Dornen trägt,
sondern freue dich darüber, dass der Dornenstrauch Rosen trägt"
aus Arabien


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