Rosenleben


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Rosenbeet planen

Rosenbeet

ROSEN IN DER GARTENPLANUNG

Rosen gibt es in einer erstaunlichen Vielfalt von Formen und Größen, was eine vielseitige Verwendbarkeit im Garten mit sich bringt: Winzige Rosen können als Mittelpunkt gepflanzt werden oder in kleinen Töpfen oder Blumenkästen wachsen; niedrige, breit überhängende Sorten eignen sich für Ampeln und größere Töpfe. Busch- und Strauchrosen bilden hübsche Hecken oder einen Sichtschutz bzw. können in Beete oder Rabatten gepflanzt werden, während Kletterrosen an Spalieren, Pergolen, Pyramiden und Zäunen gezogen werden können; man kann sie sogar in große Bäume wachsen lassen. Und niedrige, ausladend wachsende Sorten sind zum Kaschieren unansehnlicher Plätze, z. B. einer Böschung, nützlich. Rosen passen zu jedem Gartenstil, sei es ein ungezwungener Bauerngarten, eine formale Pflanzung oder ein Innenhof. Zu der großen Formenvielfalt kommen nun noch die Blüten hinzu. Es gibt sie in einer Mannigfaltigkeit von Formen, Farben und - sehr wichtig - Duftnoten.

Rosen sind sehr langlebig; deshalb sollte man ihren Standort mit Bedacht wählen. Jede Rose, der man einmal einen geeigneten Platz gegeben hat, wird über Jahre, vielleicht sogar über Generationen blühen. Von einem berühmten Rosenbusch am Dom von Hildesheim sagt man, dass er über tausend Jahre alt sei.


ROSEN LIEBEN VIEL LICHT


Der Hauptfaktor, der die Planung eines neuen Rosengartens bestimmt, ist das Sonnenlicht. Alle Pflanzen benötigen Licht für die Photosynthese, bei der Licht bestimmter Wellenlängen in Energie für das Wachstum umgewandelt wird. Rosen gedeihen in vollem Sonnenlicht am besten, aber auch Standorte mit nur vier Stunden Sonne am Tag sind noch vertretbar. An schattigeren Standorten sind sowohl der Wuchs als auch die Blühfreudigkeit der Rosen erheblich eingeschränkt. Kletterrosen können in den lichten Schatten gepflanzt werden, allerdings sollten ihre Blüten bald das Sonnenlicht erreichen.


EIN ZUGIGER, ABER AUCH EIN ABSOLUT WINDSTILLER STANDORT KANN TÖDLICH SEIN

Rosen sind robuste Pflanzen, die viel ertragen, aber sie gedeihen nicht an zugigen Plätzen, besonders wenn diese recht trocken und ohne Sonne sind. In offenen und ungeschützten Lagen ist es ratsam, für etwas Windschutz zu sorgen, der entweder aus einem soliden Zaun oder besser aus einer Hecke oder einer Baumreihe besteht. Eine laubabwerfende Hecke ist selbst im Winter, wenn die Blätter abgefallen sind, noch ein guter Windbrecher. Dichte Zäune können bei starkem Wind Turbulenzen verursachen, und zwar an der Seite, die eigentlich geschützt werden soll. Extrem ungeschützte Gärten in ohnehin windarmen Gebieten können den Befall mit Mehltau und Spinnmilben gefährlich stark fördern, besonders bei Hitze.


WASSER - DIE BEDEUTUNG VON BE- UND ENTWÄSSERUNGSSYSTEMEN

Rosen wurzeln recht tief und brauchen kein dauerndes Wässern. Die Installation einer Bewässerungsanlage zahlt sich trotzdem in einem Garten schnell aus, besonders wenn sparsame Tropfschläuche oder vergrabene ,,Rohre mit Löchern“ verwendet werden, mit einem einfachen, zentralen Kontrollhahn für jeden einzelnen Bereich. In Töpfen ist eine Bewässerung für Rosen unerlässlich. Im Hochsommer müssen sie täglich gegossen werden. Auch hier sind Tropfschläuche empfehlenswert.

Zu viel Wasser, besonders stagnierende Nässe im Boden wird überhaupt nicht vertragen. Wenn der Garten tief liegt oder eine schlechte Entwässerung hat, muss man die Drainage verbessern. Jack Harkness empfahl, im Winter ein Probeloch von etwa 30 cm Tiefe zu graben und es mit Wasser zu füllen. Wenn das Wasser innerhalb von 24 Stunden versickert, ist alles in Ordnung, wenn nicht, ist eine Entwässerung nötig. Manchmal reicht schon das Untermischen von Kies, Sand oder auflockerndem Material in die Erde aus; oft ist aber das Ziehen von Gräben und Verlegen der Installation von Tonrohren oder ähnlichen Drainagesystemen aus Kunststoff notwendig. Letzteres erfordert eine Menge harter Arbeit, und in einem größeren Garten ist es vielleicht der leichteste und wirtschaftlichste Weg, einen kleinen Bagger zu mieten.



DIE ERDE MUSS TIEF SEIN UND REICH AN ORGANISCHEM MATERIAL

Rosen lieben einen Boden, der tief genug ist, dass die Wurzeln sich gut verankern können. Wo die oberste Schicht über hartem und undurchdringlichem Unterboden liegt, muss die untere Schicht aufgebrochen und gelockert werden, damit die Wurzeln sie durchdringen können. Der Test mit dem Probeloch zeigt, ob das nötig ist.

Rosen ziehen ihre Energie aus dem Sonnenlicht und ihre Nahrung durch die Wurzeln aus der Erde. Ein idealer Boden für Rosen ist reich an organischem Material - verrottete pflanzliche Stoffe oder Humus. Organisches Material wird den Rosen gewöhnlich durch das Einarbeiten von Stallmist, Kompost oder Mulch zugeführt. Solch ein Boden ist locker und krümelig in der Beschaffenheit, hält gut Feuchtigkeit und ist ordentlich durchlüftet. Er fördert die Vermehrung von Regenwürmern und Bakterien zum Nutzen der Pflanzen. Das organisches Material sowie Langzeitdünger müssen von Zeit zu Zeit ergänzt werden.

Die weit verbreitete Meinung, dass Rosen Lehmboden brauchen, damit sie gut gedeihen, ist falsch. Sie gedeihen gut in Lehmboden, da er Feuchtigkeit und Nährstoffe festhalten kann; aber sie gedeihen genauso in fast jedem anderen Boden.

Leichte, sandige Böden sind einfach zu bearbeiten, erfordern aber Aufmerksamkeit, um Rosen erfolgreich zu kultivieren. Sie trocknen leicht aus, und die Nährstoffe versickern zusammen mit dem Wasser schnell im Boden. Diese Probleme kann man lösen, in dem man der Erde organische Stoffe zufügt und dicke Schichten Mulchmaterial aufbringt.

STARK SAURER ODER ALKALISCHER BODEN IST FÜR ROSEN UNGEEIGNET

Der Säure- oder der Kalkgehalt eines Bodens hat direkte Auswirkung auf die Fähigkeit einer Pflanze, Nährstoffe aufzunehmen. Er wird in pH-Werten angegeben, wobei pH 7 neutral ist. Alle Werte unter pH 7 sind sauer, alles darüber ist alkalisch. Rosen wachsen zufriedenstellend unter leicht sauren bis leicht alkalischen Bedingungen. Am besten strebt man einen pH-Wert von 6 bis 6,5 an. Einfache Bodentest-Sets sind in Garten-Centern erhältlich; sie geben Hobbygärtnern eine gute Vorstellung vom pH-Wert ihres Bodens.

Sehr saure Böden können durch die Zugabe von Kalk, am besten Dolomitkalk, verbessert werden. Starker Kalkgehalt des Bodens kann durch Zufügen von Humus/Stallmist oder durch Ammoniumsulfat als Bestandteil von Düngergaben verringert werden.

Einige Wildrosenarten sind auf stark alkalischen, kalkhaltigen Böden heimisch, z.B. auf der Schwäbischen Alb, wo ihre Wurzeln oft in reinem weißem Kalk verankert sind. Es ist ratsam, sich nach geeigneten Arten und Sorten zu erkundigen, wenn Rosen unter solchen Bedingungen gedeihen müssen.

DAS PERFEKTE "TIMING" DER BLÜHZEITEN IST FÜR DIE GARTENGESTALTUNG EINFACH UNERLÄSSLICH

Vielleicht ist es gut, dass die meisten Alten Rosen, wie die Wildrosen, nur einmal, im Hochsommer, blühen, da Pflanzen, die davor oder danach blühen, als Ergänzung geplant werden können.

Die meisten Modernen Rosen blühen vom Frühsommer bis zum ersten Frost. Für reine Blütenfülle sind Floribunda-, Rambler- und Kletterrosen unschlagbar. Die Begleitpflanzen sollten also gut zur Blüte passen.



DIE BEDEUTUNG VON FARBE UND DUFT FÜR DIE GESTALTUNG EINES GARTENS

Das Farbspektrum der Alten Rosen reicht von dunklem Purpur über Karminrot und Rosa bis zum Weiß. Moderne Rosen gibt es in jeder Farbe außer Blau aber wollen wir wirklich blaue Rosen haben?

Intensive Farben wie Rot, Orange oder leuchtendes Gelb werden am besten in einiger Entfernung vom Haus gepflanzt, und die ruhigen Farben wie Weiß und Zartrosa, Purpur und Karmin mehr in der Nähe. Leuchtendes Orange ist mit anderen Rosenfarben kaum verträglich, am ehesten noch mit Gelb. Intensiv duftende Rosen sollte man dorthin pflanzen, wo ihr Duft auch wahrgenommen werden kann, z. B. in der Nähe von Türen und Fenstern, um Innenhöfe und Sitzplätze. Weiße und zartfarbene Blüten haben ihren besonderen Wert, da sie in der Dunkelheit noch zu sehen sind und das Vergnügen eines abendlichen Drinks oder Essens im Freien noch erhöhen.

FORMALE ODER NATURNAHE GESTALTUNG

Viele Rosenfreunde meinen, Rosen könnten nur in formalen Beeten mit kleinen Wegen und Einfassungen gepflanzt werden. Solche Traditionalisten sind gut beraten, ihre Rosen in Gruppen zu fünf oder sechs von jeder Sorte zu pflanzen und nicht zu viele kleine Beete anzulegen; sie würden nur dem Garten ein unordentliches und unbefriedigendes Aussehen verleihen. Eine einfache Gestaltung mit nur einer Sorte ist oft ausdrucksvoller und kann sehr attraktiv aussehen. Hochstammrosen bringen Abwechslung und Höhe in die Beete, aber es ist wichtig, sie mit besonders niedrigen Beetrosen zu umgeben, um ihre Stämme und Pfähle teilweise zu verdecken.

Wer das Naturhafte liebt, wird feststellen, dass Begleitpflanzen die Freude an einer ungezwungenen Gestaltung unermesslich steigern können. Besonders Strauchrosen, große wie kleine, eignen sich als Nachbarn in einer vielseitigen Pflanzung mit anderen Sträuchern oder mit Stauden. Ramblerrosen - besonders die neuen, öfterblühenden Sorten - mit schlanken, biegsamen Trieben vermitteln Höhe, Interesse und Eleganz der Gestalt, vor allem an Pyramiden, Säulen, Pergolen und Rosenbögen.


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