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Die Königin
Rosen haben eine lange Geschichte. Von dem lateinischen Begriff Rosa abgeleitete Wörter werden in ganz Europa verwendet, um die Rose zu beschreiben.
Verfolgt man den lateinischen Namen weiter zurück, so findet man heraus, daß dieser von dem griechischen Wort Rhódon abstammt und das bedeutet "rot". Ein weiterer Wortstamm ist auch das persische Wort "vareda". Die älteste Sorte, die Rosa gallica, war wirklich eine rote Rose. Die ersten Rosensorten, die nach Europa gelangten, dienten der Essenzgewinnung und nicht der Dekoration und hatten daher ein sehr köstliches, süßes Aroma. Schaut man in die klassische japanische Literatur, findet man in den "Liebesgeschichten des Prinzen Genji" immer wieder eine rote Rose mit flacher Form. Diese wahrscheinlich aus China eingeführte Rose (Koshin genannt) war bei japanischen Aristokraten sehr beliebt und wurde kultiviert, um mit ihr den königlichen Palast zu schmücken.
Viele Versuche wurden unternommen, um den Duft der Rosen haltbar zu machen. Von der Römerzeit bis heute hat man alle möglichen Varianten probiert, um der Rose den Duft zu entziehen und diesen zu konservieren. Anfangs versuchte man das Einlegen in Wasser und hoffte, den Duft so zu lösen. Mehr durch Zufall wurde dann so eine Flasche mit eingelegten Blättern dem Sonnenlicht ausgesetzt. Die Temperatur stieg in der Flasche an und die Wärme bewirkte das Ausfällen des Öls. Mit der Zeit verbesserten sich dann die Techniken zur Duftherstellung durch die Erfindung und Nutzbarmachung des Alkohols. In den Klöstern des 12. Jahrhunderts destillierten Mönche ihren Wein und gewannen Alkohol, mit dem man den Blüten hochreines essentielles Öl entziehen konnte.
Wenn auch zu unterschiedlichen Zwecken, so werden die Rosen doch seit ältester Zeit von Menschen im Osten und Westen gleichermaßen geliebt.